Endogene Faktoren - Atopie
Als Atopie bezeichnet man die vererbte Neigung, an einer oder mehrerer der folgenden „atopischen Krankheiten” zu leiden: Allergisches Asthma, Allergische Rhinokonjunktivitis (Heuschnupfen) oder atopische Dermatitis. Für die Diagnose einer Atopie gibt es kein einzelnes klinisches Zeichen oder einen bestimmten Labortest. Sie resultiert aus einer Kombination von klinischen Merkmalen sowie Patienten- und Familienanamnese. Dazu zählen:
Wie bereits erwähnt kann sich in Folge einer Atopie eine atopische Dermatitis manifestieren. Eine Atopie kann aber auch andere ekzematöse Erkrankungen wie irritative Kontaktekzeme begünstigen. Die Genetik der atopischen Dermatitis Das Risiko an einer atopischen Dermatitis (AD) zu erkranken verdoppelt sich, wenn Vater oder Mutter Atopiker sind. Es steigt sogar auf über 50% an, falls beide Eltern zumindest eine atopischen Erkrankung haben. Interessanterweise scheint die AD häufiger aufzutreten, wenn die Mutter und nicht der Vater Atopikerin ist, als im umgekehrten Fall. Mittlerweile kennt man verschiedene Gene wie 5q31-33 mit einer Anhäufung von Zytokingenen bei denen eine Assoziation mit atopischen Erkrankungen vermutet wird. Immunologie der Atopischen Dermatitis Die fundierteste Erklärung für die Zunahme der atopischen Dermatitis (AD) ist die sogenannte „Hygienehypothese”, die davon ausgeht, dass atopischen Erkrankungen durch Infektionen in der frühen Kindheit, wie sie beispielsweise bei Kontakt mit Geschwistern oder Spielen im Freien auftreten, vorgebeugt wird. Diese Theorie wird durch bereits bekannte Risikofaktoren für die Entstehung atopischer Erkrankungen, wie kleine Familien, gehobene Einkommen, häufige Einnahme von Antibiotika oder Leben in Ballungszentren, gestützt. Auch immunologische Untersuchungen stützen die „Hygienehypothese“. Man weiß mittlerweile, dass allergische Reaktionen durch Immunreaktionen vom T-Helfer-Zell Typ (TH) 2 getriggert werden. Infektionen führen hingegen zu einer T-Helfer-Zell Typ (TH) 1 Antwort, die ihrerseits die Entwicklung von TH 2 Zellen hemmt. Dies könnte die Erklärung dafür sein, warum eine verminderte Anzahl von Infektionen in der frühen Kindheit zu einer Häufung allergischer TH 2 Reaktionen führt und dadurch zu einer Zunahme atopischer Erkrankungen. Triggerfaktoren der Atopischen Dermatitis Obwohl die Atopische Dermatitis genetisch determiniert ist, gibt es zahlreiche Faktoren, die einen Schub der Erkrankung verursachen können. Zu diesen Auslösefaktoren zählen:
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